Internetrecht der Dinge

Das „Web 3.0“ oder das sog. „Internet der Dinge“ ist eine Vielzahl von IuK-Technologien, die es aufgrund immer schnellerer Rechenleistung von Prozessoren, stetig wachsenden Speicherkapazitäten, Cloudtechnologien sowie zunehmend smarter Software bzw. Sensoren ermöglicht, unzählige Quellen, Menschen und Datenarchiven unter der über das Internet „intelligent“, d. h. funktional miteinander zu vernetzen und basierend hierauf Prozesse ggf. autonom zu steuern.

Die „Unaufdringlichkeit“ und Nichtwahrnehmung derartiger standardisierte Anwendungsroutinen zwischen (identifizierten) physischen Objekten machen aus rechtlicher Sicht etwaige Kontrolldefizite unter dem Aspekt von Datensicherheit und -schutz behandlungsbedürftig. Es stellt sich insbesondere den vernetzten Unternehmen, den vernetzenden Providern und Werbetreibenden die Frage nach der Verantwortlichkeit in der Krise. Ob Datenschutz und Persönlichkeitsschutz, Arbeitsrecht und Wettbewerbsrecht, Urheber- und Leistungsschutzrechte: Gesetzgebung und Rechtsanwendung folgen zwangsläufig der technologischen Entwicklung; die Kenntnis und Beachtung von Rechten und Pflichten ist unabdingbare eine haftungsrelevante Voraussetzung für den effizienten Einsatz von IuK-Systemen.